Powerpoint Präsentation erstellen - Mit diesen Tipps gelingt deine Präsentation

Powerpoint Präsentation erstellen – So wird sie richtig sehenswert

Wenn du eine Präsentation halten musst, egal in welchem Kontext, ist es immer sinnvoll, deinen Zuhörern auch eine visuelle Stütze zu liefern. Das bedeutet, dass nicht nur du im Mittelpunkt stehst, sondern eben auch deine Powerpoint Präsentation.

Mit dieser Präsentation lieferst du dir selbst während einer freien Rede einen wichtigen Hintergrund, kannst quasi ein Gespräch mit deinem Vortrag aufbauen und auch deine Zuhörer haben einen wichtigen Hinweis darauf, was gerade im Mittelpunkt deiner Aussage steht.

Wie du eine Powerpoint Präsentation erstellst, die dir und deinen Zuhörern wirklich hilft, das erfährst du hier.

Eines sei kurz vorweg gesagt
Powerpoint bezieht sich in diesem Ratgeber nicht auf das Programm selbst, sondern wird lediglich als Metonym benutzt (so wie wir Tempo für Taschentuch sagen). Natürlich kannst du deine Präsentationen auch mit Open Office oder Keynote auf dem iPad erstellen. Die Tipps, die du hier erhältst, behalten in allen Fällen ihre Gültigkeit. Also keine Sorge, es wird nicht zu technisch.

Powerpoint Präsentation erstellen – Fluch und Segen der Vorlagen

Egal welche App du nutzt, beim Erstellen der Präsentation wirst du zunächst einmal mit einigen Vorlagen konfrontiert. Hier erhältst du einen stilistischen Überblick darüber, wie deine Präsentation später einmal aussehen könnte.

Lass dir einen Moment Zeit und finde den richtigen Stil für deine Präsentation. Das kann weiße Schrift auf dunklen Hintergründen sein, ein ausgeblichener Ton für historische Präsentationen oder strahlende Farben für technische Diagramme.

Es gibt hier grundsätzlich kein Richtig und kein Falsch, nur eine einfache Grundregel. Und die betrifft Design und visuelle Kommunikation. Wie auch auf Webseiten und in Apps bedeutet visuelle Kommunikation, dass Inhalte klar erfasst werden können und jede Folie für sich auf den ersten Blick les- und entschlüsselbar ist.

Gerade deswegen sind die Vorlagen so sinnvoll, denn sie schützen dich vor allzu groben Fehlern im Grafikdesign und legen bereits für sich wert auf einen optisch stimmigen Kontext. Hältst du dich sklavisch an eine der Vorlagen, so wird das Design deiner Präsentation in jedem Fall gut sein. Nicht herausragend, nicht bemerkenswert, aber eben gut und sehr übersichtlich.

Zudem besitzen Vorlagen bereits verschiedene, leere Folien für verschiedene Szenarien. Das beinhaltet etwa ein Bild mit Erklärungen, ein reines Bild, ein Video, eine Aufzählung etc. – all das kannst du mit einer Vorlage zu einer stimmigen Powerpoint Präsentation zusammenfügen. Daher gilt: keine Scheu davor, eine Vorlage zu nutzen. Es erspart dir nicht nur Zeit, sondern hilft auch deinen Zuhörern dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das ist nämlich dein Vortrag.

Solltest du dich bereits etwas besser mit Powerpoint auskennen, so kannst du natürlich auch mit den Folien freier umgehen und diese individualisieren.

Powerpoint Präsentation erstellen – Folie für Folie besser präsentieren lernen

Schließlich wäre da noch ein anderes wichtiges Designelement, die Übergänge. Die eleganteste Form eines Übergangs ist es stets, keinen Übergang zu haben. Schau dir einen beliebigen Film an, der reguläre Schnitt ist auch keine aufwendige Transition, sondern lediglich der Wechsel in ein neues Bild. Verzichtest du auf Übergänge, so machst du zumindest schon einmal nichts falsch.

Dennoch kann eine kleine Animation auch dabei helfen, inhaltliche Punkte zu verdeutlichen. Hierbei treten etwa einzelne Elemente in den Vordergrund, Stichpunkte kommen hinzu oder an einem größeren Ganzen werden kleinere Details erklärt. Ein Beispiel hierfür wäre etwa der Aufbau einer Zelle – eine Folie liefert einen Überblick und die folgenden Folien widmen sich den einzelnen Teilen in Vergrößerung.

Grundsätzlich aber gilt, dass zu viele Animationen und zu viele Übergänge die Aufmerksamkeit in ungewünschtem Maße auf die Präsentation lenken. Und da gehört die Aufmerksamkeit nicht hin, schließlich sollen die Zuhörer dir aufmerksam lauschen.

Vorder- und Hintergrund der Präsentation

Die Powerpoint Präsentation befindet sich nicht nur räumlich hinter oder neben dir, genau so solltest du sie auch betrachten. Sie ist ein wichtiger Hintergrund, eine essentielle Nebensache, aber eben nicht der Hauptdarsteller deiner Präsentation.

Nutze die Folien entsprechend, indem du wichtige visuelle Hinweise gibst, Bilder erklärst oder Zusammenhänge plastisch darstellst. Aber auch mit den besten Folien darfst du dein Publikum nicht alleine lassen, die Powerpoint ist deine Unterstützung und deine Stütze.

Gerne darfst du Fragen stellen, die deine nächste Folie dann beantwortet. Aber die genauere Ausführung muss aus deinem Mund kommen.
Damit dein Publikum nicht das Interesse an dir verliert und zu sehr verleitet wird, die Powerpoint zu lesen, statt dir zuzuhören, gibt es einige Tricks.

Zum Einen solltest du deinen Zuhörern anbieten, ihnen die Präsentation und/oder ein Handout zur Verfügung zu stellen. Das unterbindet bereits zu eifriges Notizenschreiben während du noch redest. Außerdem sollten nur die wichtigsten Informationen auf den Folien stehen. Weniger ist mehr, nutze im Zweifelsfall mehr Folien mit weniger Informationen.

Ganz extreme Ratgeber raten oft zu einer Information pro Slide, das ist aber das absolute Ende des Spektrums. So extrem musst du es nicht halten, denn das kann eine gute Powerpoint Präsentation auch zu sehr zerhacken. Dennoch solltest du die Infos auf den Folien auf ein übersichtliches Minimum beschränken. Aufzählungen solltest du zudem nicht mit einem Mal enthüllen, sondern Punkt für Punkt, während du die einzelnen Punkte erläuterst. Klarheit geht vor, schließlich baust du keine Seite in einem Fachmagazin auf, sondern eine Begleitung für eine möglichst freie Rede.

Analog dazu, solltest du dir auch die Freiheit der Präsentation nehmen und das gilt auch körperlich. Nutze eine Fernbedienung für deinen Laptop oder dein Smartphone, wenn es in irgendeiner Form praktikabel und technisch machbar ist. So hast du stets die Hände frei, kannst dich frei bewegen und verschließt dich deinem Publikum nicht körperlich.

Und so wie du eine Präsentation ohne Powerpoint nicht komplett von Karteikarten ablesen sollst, solltest du auch deine Powerpoint höchstens anhand von Stichpunkten halten. Wenn es dir genügt, reicht dir vielleicht ein Blick auf deine Folien. Ansonsten besitzen Powerpoint und Co. eine Funktion, mit der auf deinem Monitor andere Informationen angezeigt werden als für deine Zuhörer. Das schließt etwa einen Timer mit ein, du kannst dir aber auch wichtige Stichpunkte anzeigen lassen, die deine Zuhörer nicht sehen.

Rhetoriktipps für deine Präsentation

Gleichsam wie Rhetoriktipps dir beim Reden helfen, kannst du diese Anregungen auch in deiner Präsentation einsetzen. Da wäre etwa die beliebte Klammer: du beginnst mit einer Frage, die deine Präsentation beantwortet und kommst zum Schluss noch einmal auf die Frage (oder sogar die anfängliche Folie mit der Frage) zurück, nur dass sie nun auf der Folie beantwortet wird.

Oder aber die antike Redetechnik der Captatio Benevolentiae, mit der du dir das Wohlwollen deines Publikums sichern sollst. Das funktioniert eben auch mit einer charmanten Folie zum Einstieg in deine Präsentation, die vielleicht auf humorvolle Weise ins Thema überleitet oder aber einen (tages-)aktuellen Zusammenhang herstellt. Auch visuell muss der Einstieg in die Präsentation stimmen und im Idealfall mitreißen.

Gleichermaßen solltest du auch zum Ende der Präsentation bedenken, dass du viele Redetechniken auch für Folien anwenden kannst. Beendest du deine Präsentation mit einer Frage-Antwort-Runde, so sollte deine Powerpoint Präsentation das auch repräsentieren. Sie kann etwa dem Publikum für die Aufmerksamkeit danken und du kannst zu Fragen überleiten.

Willst du es besonders neckisch machen, so leitest du wortlos zu einer Folie über, auf der lediglich „Noch Fragen?“ steht, du kannst auch mit dem Bild eines schlafenden Publikums oder eines Memes enden. Bedenke, dass du mit dem Ende der Powerpoint Präsentation den choreografierten Teil der Präsentation beendest und in eine freiere Form der Rede überleitest. Das sollte die letzte Folie widerspiegeln.

Gleichsam solltest du dir Gedanken darüber machen, wie die Struktur deiner Präsentation aussehen soll. Ganz einfach gesagt, brauchst du eine These, eine Argumentation und ein Fazit – also Anfang, Mitte und Ende. Eine Präsentation ist wie eine Geschichte.

Sei Meister deiner eigenen Powerpoint Präsentation

Beispiele für schlechte Powerpoint Präsentationen gibt es reichlich und eigentlich sind die Fehler immer die gleichen: der Inhalt ist schlecht zu erfassen, zu kleinteilig, es sind zu viele unterschiedliche Farben und Schriften gewählt und die Folien geben exakt die Rede wieder.

Betrachtest du die Powerpoint dagegen als Begleiter und beschränkst dich dabei auf das Wesentliche und setzt Schriften, Farben und Bilder sparsam ein, so kannst du einen tollen Hintergrund für deine Rede schaffen. Der eben nicht als Ersatz deiner Präsentation dient, sondern als gekonnte Ergänzung.

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